Netzwerkdiagnose
Störungen schichtweise eingrenzen, Messwerte auswerten und belastbar dokumentieren.
Systematisch vorgehen
Zuerst werden Auswirkung, Umfang und letzte Änderungen erfasst. Danach wird von der physischen Verbindung über lokale Konfiguration, Gateway und Namensauflösung bis zum Anwendungsdienst geprüft.
Lokale Konfiguration
Adresse, Präfix, Gateway, DNS-Server, VLAN und Linkstatus werden kontrolliert. Eine APIPA-Adresse deutet bei erwarteter dynamischer Konfiguration häufig auf ein DHCP-Problem hin.
Erreichbarkeit trennen
Loopback, eigene Adresse, lokales Gateway, entferntes Ziel und DNS-Name werden getrennt getestet. So lassen sich IP-Konnektivität und Namensauflösung unterscheiden.
Tabellen lesen
ARP- beziehungsweise Neighbor-Tabelle, MAC-Adresstabelle und Routingtabelle zeigen unterschiedliche Zustände. Die spezifischste passende Route bestimmt den nächsten Hop.
DNS untersuchen
Mit gezielten Abfragen werden Recordtyp, Antwortserver, Status und TTL geprüft. Ein erreichbares Ziel per IP bei fehlerhaftem Namen spricht für DNS oder lokale Namenskonfiguration.
Paketmitschnitt
Ein Mitschnitt bestätigt, ob Anfragen gesendet und Antworten empfangen werden. Filter reduzieren Daten; Nutzdaten dürfen nur mit Befugnis und unter Datenschutzvorgaben betrachtet werden.
Befund dokumentieren
Zeitpunkt, betroffene Systeme, Messung, Ergebnis, Änderung und Wirkung werden festgehalten. Vermutungen werden von bestätigten Ursachen getrennt.